Parade Moskau

Alle zentralasiatischen Präsidenten bei der Siegesparade in Moskau

Die zentralasiatischen Präsidenten wurden zu der am 24. Juni geplanten Siegesparade in Moskau eingeladen. Anlässlich des 75. Jahrestags des Sieges über die Nationalsozialisten soll den Ländern Zentralasiens ein wichtiger Platz eingeräumt werden, als Symbol ihrer gegenwärtigen politischen Annäherung mit Russland.

Am 10. Juni bestätigte der Pressesekretär des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, dass alle fünf Länder Zentralasiens bei der Moskauer Parade anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges über die Nationalsozialisten vertreten sein werden: „Wir haben die Bestätigung von Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan; auch Serbien, Kroatien, Abchasien und Südossetien haben ihre Teilnahme bestätigt“, erklärte er laut Ria.ru.

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Insgesamt 12 ausländische Staats- und Regierungschefs haben bereits ihren Besuch der Zeremonie bestätigt, so der russische Außenminister Sergej Lawrow, zitiert von der Presseagentur Tass. Die endgültige Zahl der vertretenen Länder ist noch nicht bekannt. Eine Reihe weiterer Führungspersönlichkeiten haben eine Einladung erhalten, und eine Bestätigung von ihnen wird „jeden Tag“ erwartet, sagte Peskow.

Eine lang erwartete Parade

Die Parade zum 75. „Tag des Sieges“, so der russische Name des Feiertags, sollte in den meisten ehemaligen Sowjetrepubliken ein besonderes Ereignis werden. Die normalerweise am 9. Mai gefeierte Parade wurde jedoch in den meisten Ländern wegen der Covid-19 Pandemie abgesagt.

Nur Turkmenistan und Belarus haben beschlossen, den ursprünglichen Termin beizubehalten. Das Ereignis war in Turkmenistan besonders wichtig, weil es die erste Siegesparade war, die das Land seit seiner Unabhängigkeit organisiert hat.

Auch in Russland war die Parade verschoben worden. Am 26. Mai ordnete der Präsident Wladimir Putin die Vorbereitung für den 24. Juni an, berichtete das russische Auslandsmedium Sputnik. Das neue Datum entspricht dem Jahrestag der Parade auf dem Roten Platz im Jahr 1945.

Besonders symbolische Einladungen

Sehr bald nachdem die Paraden verschoben wurden, rief Putin persönlich mehrere politische Vertreter der zentralasiatischen Länder an. Diese Aktion veranschaulicht die seit mehreren Jahren laufende Annäherung zwischen Moskau und den Ländern Zentralasiens.

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Der kasachstanische Präsident Qasym-Jomart Toqaev und Putin führten am 26. Mai ein Telefongespräch, in dem die Parteien unter anderem die epidemiologische Situation und aktuelle Fragen der bilateralen Zusammenarbeit innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion erörterten. Am Ende des Gesprächs lud Putin den Präsidenten Kasachstans ein, als Ehrengast an der Siegesparade teilzunehmen.

Das Coronavirus befällt die kirgisische Delegation

Streitkräfte aus mehreren eingeladenen Ländern werden in Moskau an der Seite des russischen Militärs marschieren. Dazu gehören Serbien, Belarus und Kirgistan. Am 28. Mai nahm der kirgisische Präsident Sooronbai Dscheenbekow die Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Parade an. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu lud daraufhin die Nationalgarde der kirgisischen Streitkräfte zum Marsch auf den Roten Platz ein, so Fergana News.

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Bei einer medizinischen Untersuchung vor dem Flug nach Moskau wurden jedoch zehn Soldaten der kirgisischen Nationalgarde positiv auf das Coronavirus getestet, berichtet die kirgisische Onlinezeitung Kaktus. Um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen, wurde die kirgisische Nationalgarde vollständig ersetzt. Ein Reserveparadeteam, bestehend aus 79 weiteren Soldaten, wird als Ersatz entsandt.

Tanguy Martignolles
Journalist für Novastan

Aus dem Französischen von Florian Coppenrath

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Alle zentralasiatischen Länder werden bei der Siegesparade in Moskau am 24. Juni erwartet (Illustration)
kremlin.ru
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