Rücküberweisungen von tadschikischen Migranten um 18 Prozent gestiegen

Der Umfang von Geldüberweisungen aus dem Ausland nach Tadschikistan hat sich in den letzten drei Quartalen dieses Jahres um 18 Prozent erhöht. Grund für diesen Anstieg ist die wirtschaftliche Erholung in Russland. Den folgenden Artikel von Asia Plus übersetzen wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

„Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Russlands hat sich in den letzten neun Monaten um 1,7 Prozent erhöht. Das Inflationsniveau betrug 3,4 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich das Geschäftsklima, auch das Realeinkommen und der Umfang von Verbraucherkrediten erhöhten sich. Der Internationale Währungsfond schätzt das Wachstum des russischen BIP für das Jahr 2017 auf 1,8 Prozent, so der Vorsitzende des Komitees für Wirtschaft, Budget, Finanzen und Steuern der niederen Kammer des tadschikischen Parlaments Scharif Rachimzoda am 2. November. Anlass war die sechste Sitzung des parlamentarischen Komitees zur Zusammenarbeit mit der Europäischen Union.

Seinen Angaben zufolge ermöglichten diese Entwicklungen ein Wachstum um 18 Prozent der Geldüberweisung aus dem Ausland sowie den daraus folgenden Anstieg des Geldeinkommens der Bevölkerung.

„Das führte wiederum zu einer Veränderung in der Zusammenstellung des Durschnittswarenkorbs innerhalb der Bevölkerung.“, erklärt Rachimzoda weiter: „So ist der Anteil der monatlichen Ausgaben für Nahrungsmittel anteilsmäßig gesunken und der, der für Nicht-Lebensmittel ausgegeben wurde, gestiegen“.

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Geldüberweisungen aus Russland nach Tadschikistan betrugen in den letzten neun Monaten mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar. Wird das 18-prozentige Wachstum der letzen drei Quartale mit eingerechnet, beträgt der Umfang circa 1,7 Milliarden Dollar. In den letzten zwei Jahren konnte im Zusammenhang mit der Rezession in der russischen Wirtschaft ein Rückgang der Geldüberweisungen nach Tadschikistan beobachtet werden. Mehreren Informationsquellen zufolge leben und arbeiten in Russland über eine Million Tadschiken.

Pairaw Tschorschanbiew, Asia Plus 

Aus dem Russischen  von Charlotte Dietrich 

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