Tadschikistan meldet erste Fälle von Covid-19

Der Coronavirus ist nun auch offiziell in Tadschikistan angekommen. Das Gesundheitsministerium bestätigte am 30. April die ersten 15 Fälle.

Nun ist es offiziell. Auch Tadschikistan muss die ersten Fälle von Coronavirus-Infektionen bekanntgeben. Wie Asia-Plus berichtete, wurde am 30. April auf einer Dringlichkeitssitzung des nationalen Stabes zur Prävention einer Coronavirus-Pandemie offiziell bestätigt, dass erstmals Personen positiv auf den Virus getestet wurden. Nach Angaben des tadschikischen Gesundheitsministeriums wurden am 29. April im Land 15 bestätigte Fälle von COVID-19 registriert: Zehn Fälle in der Provinz Sughd und fünf in der Hauptstadt Duschanbe.

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Bis zuletzt rühmte sich Tadschikistan, eines der wenigen Länder weltweit zu sein, in dem es keine Covid-19-Fälle gebe. Aber sowohl ExpertInnen als auch die Bevölkerung hegten Zweifel an der Aufrichtigkeit der Behörden. Dies lag nicht zuletzt daran, dass sich in letzter Zeit Todesfälle durch Lungenentzündungen häuften. Auch hier war  die im Norden des Landes gelegene Provinz Sughd am stärksten betroffen. Während Kirgistan, Kasachstan und Usbekistan schon seit Mitte März mit Covid-19-Erkrankungen im eigenen Land kämpfen, bleibt Turkmenistan somit das einzige der zentralasiatischen Länder, das offiziell keine Infektionen bekanntgegeben hat.

Verschärfte Maßnahmen

Darüber hinaus verkündete der nationale Stab, dass für Studierende der Universitäten Tadschikistans (mit Ausnahme der Abschlussjahrgänge) die Sommerferien außerplanmäßig am 4. Mai beginnen werden. Die Noten werden sie auf der Grundlage der bisherigen Bewertungen erhalten. Die Abschlussjahrgänge müssen ihre Prüfungen vorzeitig bis zum 15. Mai ablegen.

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Schon während der letzten Wochen hatten die Behörden die Maßnahmen zur Eindämmung einer möglichen Epidemie eingeleitet. So hatte am 25. April die tadschikische Presseagentur Khovar bekanntgegeben, dass Grund- und SekundarschülerInnen vom 27. April bis zum 10. Mai „außerordentliche Ferien“ haben werden. Auch öffentliche Veranstaltungen wurden bis auf weiteres verboten. Bereits am 23. April hatte Tadschikistans Präsident Emomali Rahmon der Bevölkerung geraten, das rituelle Fasten im Ramadan auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um die Anfälligkeit für eine Infektion mit dem Virus zu senken.

Die Redaktion

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Der Coronavirus hat nun auch offiziell Tatdschikistan erreicht
iXimus / Pixabay
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