Pipelines

Gazprom könnte den Kauf von turkmenischem Gas wiederaufnehmen

Nach einer längeren Unterbrechung des Gashandels zwischen Russland und Turkmenistan könnte Gazprom ab Herbst diesen Jahres seine Handelsgespräche über Gasankäufe mit Turkmenistan wieder neu aufnehmen. Folgende Meldung erschien im russischen Original bei „Chronika Turkmenistana“.

Im Herbst dieses Jahrs könnte Gazprom die Gespräche mit Turkmenistan über Gasankäufe wiederaufnehmen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den stellvertretenden Energieminister Russlands, Anatolij Janowski.

Noch im Februar 2018 erklärte Janowski, dass Russland nicht vorhabe, die Käufe von turkmenischem Gas bis Ende des Jahres 2019 wiederaufzunehmen.

Lest auch bei Novastan: Turkmenistan verkauft Gas zu sehr niedrigen Preisen an China

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur schloss der stellvertretende Leiter von Gazprom, Alexander Medwedew, auch schon davor die Möglichkeit nicht aus, den Vertrag über den Erwerb von turkmenischem Gas neu aufzusetzen. Medwedew sagte, dass Gazprom ernsthafte Gründe dafür gehabt habe, den bisherigen Vertrag mit Turkmenistan zu kündigen, nannte diese aber nicht.

Geschichte einer zerrüttete Beziehung

Im Jahr 2015 hatte Turkmengaz angegeben, dass Gazprom seine Rechnungen nicht bezahle. Außerdem hatte das Unternehmen den russischen Konzern für insolvent erklärt. Daraufhin reichte Gazprom eine Klage gegen Turkmengaz beem Stockholmer Schiedsgericht ein und verlangte eine Überprüfung der Preise für das in Turkmenistan erworbene Gas. Als Folge erhielt der Konzern eine Rückzahlung von 5 Milliarden US-Dollar für zu hohe Zahlungen.

Zu Beginn des Jahres 2016 hatte Gazprom aufgehört, turkmenisches Gas zu kaufen. Im Verlaufe desselben Jahres hatte das Unternehmen dann einen Vertrag über die Lieferung von Gas mit dem usbekischen Konzern Uzbekneftegaz unterzeichnet.

Chronika Turkmenistana

Aus dem Russischen von Svenja Petersen

Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei TwitterFacebookTelegramLinkedin oder Instagram. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem wöchentlichen Newsletter anmelden.

 

Jetzt Teilen:
% Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Captcha *