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Unter der usbekischen Sonne: Wie Usbekistan versucht, alternative Energiequellen zu entwickeln

Mit seiner großen Sonneneinstrahlung könnte Usbekistan eine zentrale Rolle in der Solarenergie und erneuerbaren Energien im Allgemeinen spielen. Doch trotz der offiziell bekundeten politischen Bereitschaft gibt es bisher nur wenig konkrete Projekte und das Land bleibt weiterhin stark abhängig von Erdgas.

Novastan analysiert die usbekischen Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien auf der Grundlage eines Artikels von Central Asian Analytical Network.

Usbekistan strebt ernsthaft den Ausbau von alternativen Energiequellen an. Derzeit beträgt der Anteil an Erdgas an der gesamten Energieproduktion des Landes 88,5%, die übrigen 11,5% entfallen auf Wasserkraft. Oberstes Ziel ist es, eine größere Vielfalt an Stromerzeugungsquellen zu schaffen. Das Land verliert Geld, indem es Gas verbraucht, das es ebenso nach China oder Russland exportieren könnte, um notwendige Devisen zu bekommen, die die zweitgrößte Wirtschaft Zentralasiens benötigt.

Bis 2030 soll die Nachfrage an Elektrizität bei konstantem Wirtschaftswachstum um 25% steigen. Das bedeutet, dass eine deutliche Steigerung der Produktionsleistung notwendig ist.

Offen bekundeter politischer Wille, erneuerbare Energien voranzutreiben
Die Versuche der usbekischen Regierung, die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, fügen sich in einen Kontext der notwendigen Diversifikation von Energiequellen ein. Der ehemalige usbekische Präsident, Islam Karimow, bekräftigte bereits 2013 beim asiatischen Gipfel zu Solarenergie sein Bestreben, Usbekistan in Richtung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu führen.

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Anfang April 2017 eröffnete Usbekistan ein Solarkraftwerk – das größte der gesamten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Die Anlage mit einer Leistung von 1,2 MW wurde mit Hilfe der Firma „Enesol“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut. Das neue Kraftwerk soll Strom für ein Erdgasfeld und für die Infrastruktur der russischen Firma Lukoil liefern, die sich im Gebiet Kandym in der Region Buchara befinden – einem Gebiet, weit abgelegen vom Stromnetz. „Die Leistung des Solarkraftwerks reicht, um ein Gebiet von 15.000 Einwohner*innen ohne Unterbrechungen mit Strom zu versorgen“, betonte die Firma „Enesol“ gegenüber usbekischen Medien. Dennoch ist dieses Projekt eine Ausnahme: Die Nutzung alternativer Energiequellen in Usbekistan ist momentan noch zu vernachlässigen.

Usbekistan – ein großes Potenzial für erneuerbare Energien
Die jährlichen Kapazitäten an Solarenergie in Usbekistan, wo es jährlich mehr als 320 Sonnentage gibt, belaufen sich auf über 51 Milliarden Tonnen Öleinheiten (MTEP). Das würde den Einsatz von Solarenergie in größerem Maßstab und mit unterschiedlichen Verwendungszwecken ermöglichen: Strom, Warmwasser, Beheizung, Entsalzung von Wasser und Betrieb von Brunnen, Trocknung von Früchten und Gemüse und vieles mehr.

Außer seinem Reichtum an natürlichen Ressourcen verfügt Usbekistan auch gleichzeitig über ein großes menschliches Potenzial, mit wissenschaftlichem und technischem Personal, das sich um weitere Experimente bemüht und bereits seit Sowjetzeiten über Erfahrung im Ingenieurswesen und in der Nutzbarmachung von Solarenergie verfügt.

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Bereits in den 1980er Jahren wurde von der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan nicht weit von Taschkent ein Zentrum für experimentelle Forschung und Produktion eingerichtet – das sogenannte „Physik der Sonne“. Es verfügt über einen Sonnenofen und ein thermodynamisches Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 1 MW, das die Verarbeitung von reinen Materialien für die Weltraumindustrie, die Durchführung von Forschungsvorhaben und von thermischen Versuchen ermöglicht.

Auf dieser Grundlage wurde in Kooperation mit der Asiatischen Entwicklungsbank 2003 das Internationale Zentrum für Solarenergie Taschkent gegründet. Diese wissenschaftliche Institution hat es sich zum Ziel gemacht, die Technologie im Bereich der Solarenergie weiterzuentwickeln und aus Usbekistan ein Wissenszentrum in diesem Bereich zu machen. Tatsächlich sind die usbekischen Behörden nicht nur darauf bedacht, in den Ausbau der Kapazitäten der Solarproduktion zu investieren, sondern vor allem, diesen Wirtschaftszweig im Allgemeinen auszubauen.

Zahlreiche Versuche, ausländische Investoren in diesem Sektor anzulocken
Usbekistan versucht gleichzeitig, Investments für die Herstellung von Teilen für die Herstellung von Solar-Photovoltaik-Panels anzuziehen. 2012 nahm die südkoreanische Firma „Neoplant“ ein Werk zur Herstellung von Silizium mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen pro Jahr in Betrieb. Der Bau einer zweiten Maschine zur Silizium-Herstellung mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen pro Jahr wurde ebenfalls bereits begonnen – in einem speziellen Industriegebiet in Angren, im Osten des Landes, mit Beteiligung der südkoreanischen Firma „Shindong Enerkom“. Diese Maschine beschränkt sich allerdings vor allem auf den Abbau und die Raffination von Silizium, das anschließend exportiert wird.

2013 erklärte die chinesische Firma „China Suntech Power Holding Co“ den Beginn der Produktion von Photovoltaik-Panels in der Wirtschafts- und Industrieregion Navoi im Zentrum des Landes. Im gleichen Jahr wurden in Jizzax von einem Joint Venture zwischen China und Usbekistan die Grundsteine für ein Werk zur Herstellung von Wärme-Sonnenkollektoren mit einer jährlichen Kapazität von 50 Millionen Einheiten gelegt. Diese Initiativen scheinen allerdings keine großen wirtschaftlichen Absatzgebiete zu haben. Seit ihren Inbetriebsetzungen gibt es keine Informationen mehr über ihre Aktivitäten.

Große öffentliche Projekte (noch) ohne Erfolg
Dem Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Kapazität von 100 MW in der Region Samarkand wurde 2013 dank eines Kredits der Asiatischen Entwicklungsbank zugestimmt. Eigentlich könnte es das Vorzeigeprojekt in der Verwirklichung der Regierungsstrategie im Bereich der Solarenergie sein. Doch seine Durchführung scheint immer noch an einem toten Punkt zu stehen und macht so die Schwierigkeiten deutlich, über die politischen Ansagen hinauszugehen, um die Bedingungen für die tatsächliche Produktion von Energie zu schaffen.

Sonnen- und Windkraftwerke mit vergleichbaren Kapazitäten von bis zu 100 MW sollten bis 2020 auch in den Regionen Surxondaryo, Namangan und Navoiy entstehen, dank der Finanzierungen von internationalen Finanzinstitutionen nach dem letzten Präsidialdekret im Juni 2017.

Sonnen, Energie, Usbekistan

Parallel zur Schaffung neuer Kapazitäten plant die Regierung, die potentielle Nutzung von erneuerbaren Energien weiterzuentwickeln. Dementsprechend ist der serienmäßige Bau von Öko-Energiehäusern, die Solarenergie nutzen, in den ländlichen Regionen geplant, ebenso wie die Ausstattung von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen mit Sonnenkollektoren. In den kommenden Jahren sieht sie usbekisch Regierung vor, 1300 Schulen, vor allem in abgelegenen Regionen, mit Sonnenkollektoren auszustatten. Mehr als 600 Gesundheitseinrichtungen in ländlichen Regionen sollen mit Photovoltaik-Panels und Solarboilern ausgestattet werden.

Der „Strategie für kohlenstoffarme Entwicklung der Republik Usbekistan“ zufolge sollen die Kapazitäten der Sonnenkraftwerke im Land bis 2030 zwei Gigawatt (GW) betragen, was die Produktion von 5 Milliarden Kilowattstunden (KWh) elektrischer Energie sichern soll. Außerdem plant der Staat, die Leistung von Wasserkraft, die Biogasanlagen und Windanlagen zu vermehren. 2015 stimmte die Regierung einem Programm für die Entwicklung von Wasserkraft für den Zeitraum von 2016 bis 2020 zu, das mit 889,4 Millionen Dollar finanziert wird und 2017 quasi identisch erneuert wurde. In Anbetracht der besorgniserregenden Abnutzung der existierenden Energieinfrastruktur konzentriert man sich nun auf ihre Modernisierung.

Strukturelle Probleme bleiben ungelöst
Roman Zakhidov, Forscher im Labors des Instituts für Energie und Mechanik an der usbekischen Akademie der Wissenschaften, zufolge macht die Vorherrschaft von Gas im Energiemix das Land verwundbar. „Wir müssen Prinzipien einführen, die helfen, die energetische Unabhängigkeit unseres Langes zu festigen. Diese Prinzipien sind sehr einfach: Diversifizierung der Energiequellen, Steigerung des Anteils an Kohle, hydroenergetischen Ressourcen und erneuerbaren Energien, und die Weichen für eine energieeffiziente Wirtschaft stellen“.

Um seine Elektrizität zu erzeugen benutzt Usbekistan weiterhin die traditionellen Wasser- und Heizkraftwerke, die noch aus Sowjetzeiten stammen. Obwohl die Regierung früher behauptete, 90% des Landes seien elektrifiziert und es gebe keine Stromlücken, hat Präsident Schawkat Mirsijojew seit seinem Amtsantritt 2016 eingeräumt, dass es selbst in der Region Taschkent Stromengpässe gibt. In den Regionen. vor allem im Ferghanatal, in den Regionen Qashqadaryo, Surxondaryo, Samarkand und Buchara, sind viele Familien von regelmäßigen Stromausfällen betroffen. Diese Stromausfälle sind ein ernsthaftes Problem für die usbekische Wirtschaft. Die Stromerzeugung kommt nicht hinterher, obwohl sie von Jahr zu Jahr steigt.

15 bis 20% Energieverlust
Momentan wird Solarenergie in Usbekistan hauptsächlich für den industriellen Bedarf verwendet, nicht für den häuslichen Gebrauch. Somit scheint eine allgemeine Einrichtung von alternativen Energien auf dem gesamten Staatsgebiet trotz großen Potenzials und politischer Bereitschaft noch weit entfernt.

Sonnen, Energie, Usbekistan

Trotz der Energieintensität des BIP von Usbekistan, entweder der totale Energieverbrauch pro BIP-Einheit oder mehr als 0,98 bis 0,48 Tonnen Erdöl pro Million Dollar (tep/M$) seit 2000, sie übersteigt das zwei- oder dreifache den weltweiten Mittelwert von 0,2 tep/M$. Daher ist eines der Hauptziele der usbekischen Wirtschaftsreform, die Effizient der Nutzung von fossilen Energieressourcen zu erhöhen.

Tatsächlich verkündete Schawkat Mirsijojew im Dezember 2017, dass er vor dem Ausbau der erneuerbaren Energien das Problem der überholten Infrastrukturen im Energiesektor lösen wolle, gerade in Hinblick auf die Stromversorgungsnetze, die 15 bis 20% des Verlusts von produzierter Energie verursachen. Die Verluste im Laufe des gesamten Prozesses, von der Stromerzeugung zum Endverbraucher, lägen insgesamt ungefähr bei 27% der Energie, die von Uzbekenergo, der nationalen Produktions- und Distributionsfirma, produziert wird. Würden diese Verluste reduziert, bräuchte man bis 2030 keine neuen Produktionsmöglichkeiten.

Die mühsame Reform des Energiesektors
Trotz der Ankündigungen von Reformen und Projekten finden zurzeit keine konkreten Veränderungen statt, die für eine Änderung der Rechtsvorschriften notwendig wären. Der Entwurf für ein Gesetz zu alternativen Energiequellen wurde noch nicht angenommen, ebenso wenig wie ein langfristiger Plan zur Entwicklung von alternativen Energien, der das Fundament für dieses Gesetzt bilden soll.

2016 erklärte der Akademiker Roman Zakhidov in einer Rede, dass die Abgeordneten des nationalen Parlaments zögern, das Gesetzt „Zu den erneuerbaren Energien“ anzunehmen. „Dieses Gesetz fault schon viel zu lange in der hintersten Ecke des Parlaments vor sich hin. Ich verstehe diese Trägheit nicht. Viele Länder haben bereits zwei oder drei Gesetze und viele Änderungsanträge zu diesem Thema verabschiedet, beispielsweise unsere kasachischen Nachbarn.“ Kasachstan hat gerade erst einen Vertrag mit einem französischen Unternehmen unterzeichnet, um das erste Photovoltaik-Kraftwerk im Land und in ganz Zentralasien zu bauen.

Doch neben der Gesetzgebung zu erneuerbaren Energien wird auch der gesamte Energiesektor reformiert werden, wie Schawkat Mirsijojev am 22. Dezember in seiner Rede an das Parlament verkündete. Der Präsident möchte eine konkrete Strategie entwickeln, ineffiziente und nicht rentable Unternehmen privatisieren, das Monopol von Uzbekenergo durchbrechen, ein wettbewerbsfreudiges Umfeld im Energiebereich schaffen, die Nutzung von erneuerbaren Energien fördern und nicht zuletzt zu Mechanismen zur Finanzierung durch den Produktionsmarkt mit einer großen Beteiligung des privaten Sektors übergehen.

Ein besonders reglemenierter Sektor
Doch um diese Ziele erreich zu können, müssten zunächst vor allem die Regulationen vereinfacht werden, die bis heute ein großes Hindernis für die Entwicklung des Sektors durch die Marktmechanismen darstellt. Es gibt derzeit vier Rechtsverordnungen, zwanzig Präsidialdekrete und vierzig Ministerkabinettsbeschlüsse, die den Elektrizitätssektor in Usbekistan regulieren. Die Komplexität dieser Regulationen und ihrer Strukturen hängt mit dem Fehlen von Transparenz in Hinblick auf die Mechanismen von Verkauf, Transmission und Kauf von Elektrizität zusammen, zumal nicht einmal der Kodex des Stromnetzes öffentlich einsehbar ist.

Obwohl der Präsident ebenfalls den Aufbau eines Portals für Investments im Internet angekündigt hat, das lokalen und ausländischen Investoren die notwendigen statistischen Daten liefern soll und die lokalen Bedingungen für Investitionen erläutern soll, bleibt das System momentan sehr verschlossen und intransparent, was nicht dazu beiträgt, ausländische Investoren für einen so kapitalintensiven Sektor wie den Energiesektor anzuwerben.

Ist Uzbekenergo geschwächt?
Uzbekenergo ist ein staatliches Unternehmen und besitzt das Monopol auf die Produktion, die Transmission und die Distribution von Strom in Usbekistan seit seiner Unabhängigkeit. Internationalen Geldgebern zufolge soll Uzbekenergo zahlungsunfähig sein, so groß sollen die Schulden des Unternehmens sein. Diese Situation ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Strompreise nicht einmal die laufenden Kosten des Unternehmens abdecken können, obwohl sie seit 1. April 2018 gestiegen sind. Uzbekenergo steht außerdem unter Druck, in Projekte zu investieren, die wenig rentabel sind, wie der Präsident letzten Januar in Bezug auf den Bau des Heizkraftwerks in Navoiy betonte. Das Heizkraftwerk produzierte viel zu billigen Strom und senkte dadurch den Gewinn des staatlichen Unternehmens, das wiederum das Darlehen an das japanische Unternehmen Mitsubishi zurückzahlen musste, das das Kraftwerk gebaut hatte.

Das Ziel des Präsidenten ist es, Uzbekenergo abzusägen. Bereits im Mai 2017 wurde mit der Gründung des Unternehmens UzbekHydroEnergo, das die gesamten Wasserkraftanlagen des Landes besitzt, damit begonnen. Uzbekenergo ist vor allem ein Koloss, der mehr als 20 Branchen und Filialen besitzt, die gegensätzliche Funktionen vereinen, die des Regulators und die des Marktteilnehmers.

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Das staatliche Unternehmen scheint mehr damit beschäftigt zu sein, das veraltete sowjetische System aufrecht zu erhalten, als zu versuchen, rationale und für das Unternehmen rentable Maßnahmen zu ergreifen. Das zeigt sich auch durch den Mangel an qualifiziertem und jungem Personal, was insbesondere auf sehr niedrige Löhne zurückzuführen ist. Die Standards, was Buchhaltung und Statistik angehet, sind ebenfalls ein großes Problem, das ein klares Bild von Zustand des Unternehmens verhindert, verbunden mit einer Kultur von Geheimnissen in einem Sektor, der als strategisch angesehen wird.

Uzbekenergo – Opfer einer Schuldenspirale
Die unbezahlten Stromrechnungen der großen öffentlichen usbekischen Unternehmen stehen gleichermaßen am Anfang der Zahlungsunfähigkeit von Uzbekenergo, gemeinsam mit dem Phänomen einer Schuldenspirale Uzbekenergo konnte oft seine Lieferanten nicht bezahlen (UzbekUgol, UzbekNeftgaz), diese können im Umkehrschluss nicht den Strom bezahlen, den ihnen Uzbekenergo für ihre Produktion in Rechnung stellt.

Diese Situation führt im Endeffekt zu einem System von Preisnachlässen bei den Strom-, Kohle- oder Gaskosten, was den Komplex noch verschuldeter und fragil werden lässt. Heutzutage nimmt Uzbekenergo keine Geldanleihen mehr von internationalen Geldgebern an und muss infolge dessen alle Projekte auf Eis legen, die eventuell zu Lösungen für die Probleme der Nachwuchsakquise, der Verluste der Transmissionen und Distributionen sowie der Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien führen könnten.

Eher nuklear als solar?
Die Aussichten für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Usbekistan bleiben weiterhin sehr unsicher. Trotz eines großen Potenzials in Hinblick auf die Ressourcen ist der Sektor noch nicht hinreichend strukturiert und reformiert.

Paradoxerweise könnte sich in diesem Kontext die Kernenergie schneller entwickeln als die erneuerbare Energie. So kündigte Schawkat Mirsijojew im Januar 2018 seine Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit der russischen Firma Rosatom für den Bau eines Atomkraftwerks in Usbekistan an. Damit zeigt er, dass die oberste Priorität nicht der Ausbau von erneuerbaren Energien ist, sondern vielmehr die Vermehrung und Diversifizierung der Quellen der Energieerzeugung des Landes – das darüber hinaus auch wichtige Uranvorkommen besitzt.

Die französische Novastan-Redaktion, auf Grundlage eines Artikels von Central Asian Analytical Network, übersetzt von Clémentine Vignaud

Aus dem Französischen von Annkatrin Müller 

Sonnenkollektoren auf den Dächern von Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans
Die Redaktion
Das Schild weist auf den (nicht realisierten) Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Leistung von 100 MW in Samarkand durch die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hin.
Die Redaktion
Dieser Sonnenofen wurde in Zeiten der Sowjetunion entworfen, funktioniert aber auch heute noch.
Die Redaktion
Eingang zu einem Erdöl- und Gasförderungsunternehmen in Buchara in Usbekistan.
Die Redaktion
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